Zwischen unidirektionalen und bidirektionalen Geogittern bestehen in vielerlei Hinsicht signifikante Unterschiede.

Zwischen unidirektionalen und bidirektionalen Geogittern bestehen in vielerlei Hinsicht erhebliche Unterschiede. Im Folgenden finden Sie eine detaillierte populärwissenschaftliche Einführung:

1. Kraftrichtung und Tragfähigkeit:

Unidirektionales Geogitter: Sein Hauptmerkmal ist, dass es Lasten nur in eine Richtung aufnehmen kann. Es eignet sich daher hauptsächlich zur Aufnahme von Bodenkräften in horizontaler Richtung und hat einen wesentlichen Einfluss auf die Hangstabilität. Solche Gitter kombinieren typischerweise Ankerstangen und Bodenverankerung, um ihre Tragfähigkeit und Stabilität zu erhöhen.

Biaxiales Geogitter: Es weist eine umfassendere Tragfähigkeit auf und kann sowohl horizontale als auch vertikale Lasten aufnehmen. Dank seiner zweiachsigen Tragfähigkeit findet es breite Anwendung im Bereich der Bodenverfestigung und -verstärkung und eignet sich besonders für große Gebäude, Erdbauarbeiten und Infrastrukturprojekte.

 

2 Struktur und Leistung:

Unidirektionales Geogitter: Hergestellt aus hochmolekularem Polymer (z. B. PP oder HDPE) als Hauptrohstoff, wird es durch einachsige Verstreckung hergestellt. Dabei werden die Polymerkettenmoleküle neu ausgerichtet und zu einer langen, elliptischen Netzwerkstruktur mit hoher Festigkeit und Knotenfestigkeit angeordnet. Die Zugfestigkeit kann 100–200 MPa erreichen und liegt damit nahe am Niveau von Baustahl.

Zweiachsiges Geogitter: Aufbauend auf der einachsigen Vorspannung wird es zusätzlich in vertikaler Richtung gedehnt, wodurch eine extrem hohe Zugfestigkeit sowohl in Längs- als auch in Querrichtung erreicht wird. Diese Struktur ermöglicht ein effektiveres Kraftaufnehmen und -verteilen im Boden und verbessert die Tragfähigkeit des Fundaments deutlich.

3 Anwendungsfelder:

Unidirektionales Geogitter: Aufgrund seiner ausgezeichneten Zugfestigkeit und einfachen Verarbeitung findet es breite Anwendung bei der Verstärkung weicher Baugründe, von Beton- und Asphaltfahrbahnen, von Böschungen und Stützmauern sowie in anderen Bereichen. Darüber hinaus hat es sich auch bei der Deponiesicherung und der Verhinderung von Bodenerosion bewährt.

Bidirektionales Geogitter: Aufgrund seiner bidirektionalen Tragfähigkeit und hohen Festigkeit eignet es sich besonders für große und komplexe technische Umgebungen, wie z. B. die Verstärkung von Fahrbahnen und Fahrbahnbelägen bei Autobahnen, Eisenbahnen und Flughäfen, die Fundamentverstärkung von großen Parkplätzen und Güterumschlagplätzen sowie den Hangschutz und die Verstärkung von Bergwerkstunneln usw.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass unidirektionale und bidirektionale Geogitter hinsichtlich Spannungsrichtung, Tragfähigkeit, Tragverhalten und Anwendungsgebieten erhebliche Unterschiede aufweisen. Die Auswahl muss daher den jeweiligen technischen Anforderungen entsprechen.


Veröffentlichungsdatum: 09.01.2025